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Dokumente, Lobeshymnen und Verrisse:

Die Spur, die die Toten Hosen in Magazinen und Zeitschriften hinterlassen haben.

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Musenkuss der Woche (Süddeutsche Zeitung vom 18.12.1999)

Der Bayern-Fan (FC) ist ja weit über die Grenzen des Freistaates hinaus bekannt für seine Humorigkeit. Ja, in manchen Fällen soll sie sogar dessen Liberalitas übertreffen oder sich zumindest mit ihr zu einer Art Weltoffenheit paaren, die ihresgleichen sucht. So nimmt es nicht Wunder, dass seitens Uli Hoeneß zum Beispiel, der ja als Manager des Vereins wirkt, es zu regelrechten Freudenausbrüchen kam, als Die Toten Hosen nun ein Album auf den Markt warfen, in dem sie dezent und fast liebevoll diesen FC Bayern ein kleines bisschen auf die Schippe nehmen. "Nein, ich bin überhaupt nicht pissed!", jubelte Hoeneß in perfektem Deutsch-Amerikanisch. Und auch manch eingefleischter FC-Liebhaber freute sich, als ihm liebe Freunde den Hosen-Song auf den Anrufbeantworter spielten. Wie heißt es dort so schön? "Was für Eltern muss man haben, um so verdorben zu sein, einen Vertrag zu unterschreiben bei diesem Scheißverein." Das hat was von dezenter Sozialkritik, die, verpackt in ohrwurmmäßig arrangierte Harmonien, sicher ihre Adressaten finden wird. So gäbe es, wenn's das denn gäbe, diesmal den Musenkuss zweifach zu vergeben: einmal an die Band das Sängers Campino (einem echten Fan von Fortuna Düsseldorf, derzeit Regionalliga) und an all die jubelnden Bayern-Fans, die jetzt die CD zum Fest kriegen.

fok

aus der Süddeutschen Zeitung vom 18.12.1999

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